Knapper, aber enorm wichtiger Heimsieg für SV Wendelskirchen 

Wendelskirchen (St) Mit einem Kraftakt hat sich der SV Wendelskirchen drei immens wichtige Punkte gesichert und im direkten Duell mit einem Tabellennachbarn ein Ausrufezeichen gesetzt. Am Ende stand ein hart erkämpfter 3:2-Erfolg, der jedoch zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten offenbarte.

Dabei legte der SVW einen Traumstart hin. Bereits in der 2. Minute segelte eine scharf getretene Ecke von Lukas Ostermeier in den Strafraum, wo Spielertrainer Lukas Wittmann den Ball zur frühen Führung über die Linie drückte. Ein Auftakt nach Maß, der die Mannschaft sichtlich beflügelte. „Genau so wollten wir auftreten – wach, mutig und mit klarer Körpersprache“, betonte Teammanager Mike Kößler.

Die Rot-Schwarzen blieben dran und präsentierten sich im Vergleich zur Vorwoche wie ausgewechselt. In der 13. Minute folgte der nächste Höhepunkt: Nach einem schnellen Umschaltmoment spielte Gartner einen perfekten 40-Meter-Pass in die Tiefe auf Dominik Laubner, der sich gegen drei Gegenspieler behauptete und souverän zum 2:0 einschob. Der SVW war nun klar tonangebend, erspielte sich weitere Chancen – unter anderem durch Fabian Mayer – und sorgte bei Standardsituationen immer wieder für höchste Gefahr.

Kurz vor der Pause krönte Wittmann seine starke Leistung mit einem Traumfreistoß: Aus spitzem Winkel zirkelte er den Ball aus rund 25 Metern unhaltbar ins lange Kreuzeck – das 3:0 (44.). „In der ersten Halbzeit waren wir in allen Belangen überlegen, das war genau die Reaktion, die wir sehen wollten“, so Kößler.

Doch nach dem Seitenwechsel kippte die Partie. Ein Gegentreffer nach einer Ecke in der 50. Minute brachte die Gäste zurück ins Spiel – und gleichzeitig Unruhe in die Reihen des SVW. Kurz darauf musste mit Markus Samberger auch noch ein wichtiger Taktgeber verletzungsbedingt vom Feld.

Nur sieben Minuten später folgte der nächste Nackenschlag: Gündlkofen nutzte die Unordnung, ein Stürmer kam zentral vor dem Tor frei zum Abschluss und verkürzte auf 3:2 (57.). „Da haben wir komplett den Faden verloren. Plötzlich waren wir unsicher und nicht mehr klar in unseren Aktionen“, analysierte Kößler kritisch.

In der Folge entwickelte sich eine zerfahrene Partie. Viele Zweikämpfe, wenig Struktur – und trotz Überzahl nach einer Gelb-Roten Karte für Gündlkofen (60.) gelang es dem SVW nicht, die Kontrolle zurückzugewinnen. Die Gäste witterten ihre Chance und drängten auf den Ausgleich, während Wendelskirchen zunehmend verkrampfte.

Zwar hatte Mayer mit einem Distanzschuss (72.) noch eine gute Möglichkeit zur Vorentscheidung, doch die Schlussphase gehörte den Gästen. In der 90. Minute hatten die Hausherren schließlich Glück, als ein möglicher Ausgleichstreffer wegen eines Fouls an Keeper Kammermeier aberkannt wurde – sehr zum Unmut der Gündlkofener.

„Am Ende zählen die drei Punkte, aber wir wissen auch, dass wir uns das Leben selbst schwer gemacht haben“, resümierte Kößler. „Nach so einer ersten Halbzeit müssen wir das Spiel ruhiger und konsequenter zu Ende bringen.“

Unterm Strich bleibt ein enorm wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt, auch wenn die zweite Hälfte deutlichen Verbesserungsbedarf offenbarte.

Die zweite Mannschaft machte es besser und setzte sich verdient mit 3:1 durch. Die Treffer erzielten Lorenz Rothlehner, Tobias Sporer und Robert Wawra. Mit diesem Erfolg festigt das Team seinen vierten Tabellenplatz und bleibt weiter auf Tuchfühlung nach oben.

Kategorien: Senioren