SV Wendelskirchen unterliegt in Weihmichl – Sonntag mit Heimspiel
Wendelskirchen (st) Mit großen Erwartungen war der SV Wendelskirchen in die Rückrunde gestartet – und wurde jäh ausgebremst. Beim Gastspiel in Weihmichl setzte es eine ebenso unnötige wie schmerzhafte 0:1-Niederlage, die den Rot-Schwarzen einen möglichen Sprung ins gesicherte Mittelfeld verwehrte.
Dabei begann die Partie denkbar ungünstig: Bereits in der 5. Spielminute schlug Weihmichl mit seiner ersten Offensivaktion eiskalt zu und versenkte den Ball aus dem Nichts im SVW-Gehäuse – eine kalte Dusche für die Gäste. Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Wendelskirchen übernahm in der Folge zunehmend die Kontrolle, wirkte spielerisch gefälliger und erspielte sich erste Möglichkeiten. So kam Lukas Wittmann nach einem sehenswerten Angriff über Mathias Eberl und Tobias Staudinger früh zum Abschluss, wenig später wurde ein Versuch von Fabian Mayer nach Vorarbeit von David Ostermeier geblockt.
Die erste Hälfte gehörte über weite Strecken dem SVW – zumindest optisch. Mehr Ballbesitz, mehr Zug zum Tor, aber zu wenig Präzision im letzten Drittel. „Wir haben uns über die Außen gut durchgespielt, aber der letzte Pass war einfach zu ungenau“, brachte es Teammanager Mike Kößler auf den Punkt. Die beste Gelegenheit vor der Pause vergab Wittmann kurz vor dem Halbzeitpfiff, als er aus aussichtsreicher Position über das Tor schoss.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst unverändert. Der eingewechselte Dominik Laubner sorgte sofort für Belebung, scheiterte jedoch frei vor dem Tor. Kurz darauf setzte Staudinger einen wuchtigen Abschluss über das Gehäuse, ehe Laubner selbst erneut am gegnerischen Torhüter verzweifelte. Es waren die entscheidenden Szenen einer Partie, in der Wendelskirchen eigentlich näher am Ausgleich war.
Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr verlor die Begegnung an Struktur. Viele Zweikämpfe, technische Fehler und kaum noch Spielfluss prägten die Schlussphase. Weihmichl verteidigte die knappe Führung leidenschaftlich – und brachte sie letztlich über die Zeit.
„Das ist extrem bitter. Mit der Leistung musst du hier mindestens einen Punkt mitnehmen“, haderte Kößler nach Abpfiff. „Wir hatten ein klares Chancenplus, aber wenn du vorne nicht konsequent bist, reicht am Ende ein einziger Moment des Gegners.“
Ein gebrauchter Nachmittag also für den SVW, der sich nun umso mehr auf das kommende Heimspiel konzentrieren muss. Am Sonntag ist um 15 Uhr Anpfiff auf dem Wendelskirchner Sportplatz. Gegen Gündlkofen ist eine deutliche Leistungssteigerung gefragt – die Marschroute ist klar: „Zum Starkbierfest müssen die sechs Punkte in Wendelskirchen bleiben“, so Kößler kämpferisch. Es wartet ein richtungsweisendes Duell gegen einen unmittelbaren Tabellennachbarn, bei dem die Rot-Schwarzen zudem noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen haben.
Die zweite Mannschaft musste ebenfalls einen Rückschlag hinnehmen und unterlag verdient mit 0:2. Auch hier gilt es, schnell die richtigen Antworten zu finden. Das Vorspiel findet um 13 Uhr statt.