SV Wendelskirchen dreht Partie gegen Tiefenbach – Hitzenberger wird zum Matchwinner
Wendelskirchen (st) Der SV Wendelskirchen hat am Freitagabend eindrucksvoll Moral bewiesen und den SV Tiefenbach nach Rückstand mit 3:1 bezwungen. „Für uns war klar: Wir wollen den Schwung aus dem starken Spiel in Buch mitnehmen und zu Hause die drei Punkte holen“, erklärte SVW-Teammanager Mike Kößler.
In den ersten zehn Minuten gestaltete sich die Begegnung ausgeglichen, ehe Wendelskirchen allmählich das Kommando übernahm. Die erste dicke Möglichkeit hatte Bernhard Samberger, der nach Zuspiel von Dominik Laubner aus elf Metern zum Abschluss kam, doch Tiefenbachs Keeper parierte stark. Kurz darauf musste Lukas Ostermeier nach einem harten Foul behandelt werden – die Zuschauer forderten Rot, der Schiedsrichter entschied jedoch auf zehn Minuten Zeitstrafe.
Der SVW drängte weiter, kam über Lukas Wittmann und Laubner zu guten Gelegenheiten, verpasste aber knapp das Ziel. Tiefenbach meldete sich in der 31. Minute mit seiner ersten Großchance, schoss jedoch aus aussichtsreicher Position über das Tor. Die Hausherren blieben gefährlicher, hatten Pech, als Laubner einen Elfmeter in der 42. Minute über das Gehäuse setzte. Der Fehlschuss sollte sich rächen: Noch vor der Pause setzte sich Tiefenbachs Stürmer gegen die gesamte SVW-Defensive durch und markierte überraschend das 0:1.
Nach dem Seitenwechsel wirkte Wendelskirchen zunächst verunsichert, Keeper Niklas Kammermeier rettete gleich zweimal stark. Erst ein Freistoß von Spielertrainer Wittmann, den der Tiefenbacher Torwart sehenswert parierte, rüttelte die Rot-Schwarzen wach. Es folgten weitere Chancen, doch Laubner scheiterte erneut knapp.
In der 81. Minute brachte ein Eigentor die Wende: Tiefenbachs Abwehrchef lenkte eine scharfe Flanke von Markus Samberger unglücklich ins eigene Netz – 1:1. Nun drückte der SVW, Laubners Kopfball streifte kurz darauf die Latte. Der Siegtreffer lag in der Luft.
In der 87. Minute wurde David Hitzenberger zum Mann des Abends: Nach feinem Zuspiel von Wittmann drehte er sich am Fünfmeterraum und netzte eiskalt zum 2:1 ein. In der 90. Minute schlug er erneut zu – diesmal nach Verlängerung von Laubner per Kopf zum 3:1-Endstand.
Weniger erfolgreich verlief der Abend für die zweite Mannschaft, die gegen Tiefenbach mit 2:3 verlor. Aufgrund einer Personalbitte der Gäste wurde im Neunerformat gespielt, womit der SVW zunächst gar nicht zurechtkam. Bereits zur Pause lag das Team 0:3 zurück. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang traf Lorenz Rothlehner doppelt, der Ausgleich lag mehrfach in der Luft, blieb aber aus.