SV Wendelskirchen ringt Titelaspiranten nieder und macht großen Schritt Richtung Klassenerhalt

Der SV Wendelskirchen freut sich über wichtige Punkte für den angestrebten Klassenerhalt (Foto: Lara Miceli)
Wendelskirchen (St) Ausrufezeichen im Abstiegskampf: Der SV Wendelskirchen hat dem Titelanwärter aus Landshut-Münchnerau mit 1:0 die Stirn geboten – und sich den Sieg nicht nur erkämpft, sondern auch verdient. „Die Vorzeichen waren klar verteilt – aber wir haben uns nicht versteckt“, brachte Teammanager Mike Kößler die Ausgangslage auf den Punkt. „Die Mannschaft hat genau die Reaktion gezeigt, die wir uns erhofft haben.“
Zunächst entwickelte sich eine Partie, die von Vorsicht geprägt war. Torchancen waren in den ersten 20 Minuten Mangelware. Erst in der 22. Minute sorgte Bernhard Samberger für den ersten Abschluss, nachdem er sich stark in den Strafraum durchgesetzt hatte – sein Versuch blieb jedoch zu unplatziert.
Auf der Gegenseite jubelte Münchnerau kurzzeitig, als ein Stürmer nach Steilpass Keeper Niklas Kammermeier überwand (24.), doch der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt – eine knifflige Entscheidung.
Mit zunehmender Spielzeit gewann der SVW an Kontrolle. Dann kam die 32. Minute – und mit ihr ein Treffer, der noch lange in Erinnerung bleiben wird: Kammermeier schlug einen präzisen Diagonalball über 40 Meter auf Dominik Laubner. Der nahm den Ball mit der Brust mit, ließ ihn einmal aufspringen – und jagte ihn dann per Volley mit links unhaltbar ins Netz. „Das war ein Tor der Extraklasse“, lobte Kößler.
Wendelskirchen blieb dran und hätte kurz vor der Pause nachlegen können: Nach einer flüssigen Kombination stand Samberger frei vor dem Tor, legte uneigennützig quer auf Laubner, der einschob – doch erneut ging die Fahne hoch (44.). Eine umstrittene Entscheidung, die die Führung zur Pause bei 1:0 beließ. „Wir hatten das Spiel da schon im Griff und hätten eigentlich höher führen müssen“, so Kößler.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der SVW die gefährlichere Mannschaft. Samberger kam nach einer Kombination am Strafraum zum Abschluss (52.), wenig später setzte Hitzenberger Laubner mustergültig ein – doch der scheiterte vor dem Tor (56.).
Münchnerau blieb zwar bemüht, fand gegen die kompakte Defensive der Gastgeber aber lange kein Mittel. Erst in der 68. Minute wurde es gefährlich, als Spielertrainer Felix Reischl einen feinen Steckpass spielte – doch Neumeier klärte in höchster Not.
In der Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorne, das Spiel wurde hektischer. Wendelskirchen verlor etwas an Struktur, verteidigte jedoch leidenschaftlich. Zudem schwächte sich Münchnerau mit zwei Ampelkarten selbst.
„Die letzten Minuten waren nervenaufreibend, aber wir haben es mit Leidenschaft und Zusammenhalt über die Zeit gebracht“, sagte Kößler. „Über 75 Minuten war das eine richtig starke Leistung.“
Auch die zweite Mannschaft zeigte eine starke Vorstellung: Gegen den Tabellendritten drehte der SVW zweimal einen Rückstand und siegte am Ende mit 4:2. Die Treffer erzielten Christian Bartlreier, Simon Kumpfmüller, Samuele Fiori und Philipp Rothlehner. Damit bleibt das Ziel, Rang drei anzugreifen, weiterhin in Reichweite.