SV Wendelskirchen verliert gegen Landshut-Berg und will nun in Vilslern in die Erfolgsspur zurück
Wendelskirchen (St) Der SV Wendelskirchen hat im wichtigen Heimspiel gegen Landshut-Berg einen Rückschlag hinnehmen müssen. Beim 0:1 kassierten die Rot-Schwarzen eine ebenso unnötige wie bittere Niederlage – und verpassten damit den erhofften Schritt in Richtung gesichertes Mittelfeld.
Die Anfangsphase verlief noch ereignisarm. Beide Mannschaften tasteten sich ab, Torchancen blieben in den ersten 15 Minuten Mangelware. Landshut-Berg präsentierte sich zunächst spielerisch überlegen und hatte mehr Ballbesitz, ohne jedoch zwingend zu werden. Erst in der 30. Minute wurde es erstmals gefährlich: Nach Unstimmigkeiten in der SVW-Defensive kam ein Gästestürmer frei zum Abschluss, verfehlte jedoch den langen Pfosten.
In der Folge fand auch der SVW besser ins Spiel. Die erste große Möglichkeit hatte Lukas Gartner, dessen Schuss in höchster Not geblockt wurde (34.). Kurz darauf sorgte ein Freistoß von Christoph Kammermeier für Gefahr, doch sowohl Lukas Wittmann als auch Dominik Laubner verpassten knapp (35.). Weitere Abschlüsse durch Fabian Mayer (37.) und Laubner (40.) blieben ebenfalls ungenutzt, ehe kurz vor der Pause Ossi Bouhja mit einer starken Einzelleistung die nächste Gelegenheit einleitete – doch seine Hereingabe fand keinen Abnehmer.
„In dieser Phase müssen wir einfach in Führung gehen“, haderte Teammanager Mike Kößler. „Wir haben uns gute Möglichkeiten erarbeitet, aber die Konsequenz im Abschluss hat gefehlt.“
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Eine Zeitstrafe gegen Landshut-Berg (54.) konnte der SVW nicht nutzen. Zwar hielt Wendelskirchen kämpferisch dagegen, doch spielerisch blieb der Gegner einen Tick reifer. Gute Gelegenheiten durch Mayer und Bernhard Samberger (66.) wurden erneut geblockt.
Die spielentscheidende Szene folgte schließlich in der 80. Minute: Nach einer SVW-Ecke köpfte Mayer gefährlich aufs Tor, doch ein Verteidiger klärte auf der Linie. Im direkten Gegenzug nutzte Landshut-Berg die Unordnung in der Restverteidigung eiskalt aus – ein schneller Konter über die rechte Seite, eine präzise Hereingabe und ein freistehender Stürmer musste nur noch einschieben. „Das ist extrem bitter. Wir haben selbst die Riesenchance – und bekommen im Gegenzug das Tor. So etwas darf uns nicht passieren“, ärgerte sich Kößler.
In den Schlussminuten warf der SVW noch einmal alles nach vorne, erspielte sich mehrere Eckbälle, doch die Gäste verteidigten mit viel Einsatz und Glück. Am Ende blieb es beim 0:1.
„Das war eine unglückliche Niederlage gegen einen spielstarken Gegner, der aus wenigen Chancen das Maximum gemacht hat“, resümierte Kößler. „Wir müssen uns vor allem die Chancenverwertung aus der ersten Halbzeit ankreiden lassen.“
Bereits am Sonntag steht die nächste richtungsweisende Partie an. Dann gastiert der SVW in Vilslern. Anstoß ist um 15 Uhr. Das Vorspiel der Reserven wird um 13 Uhr angepfiffen. Der Gegner steht auf dem Relegationsplatz und wird alles daransetzen, den Rückstand zu verkürzen. „Da müssen wir alles in die Waagschale werfen, sonst kann es nochmals brenzlig werden“, warnt Kößler. Positiv: Das Hinspiel konnte der SVW klar mit 4:1 für sich entscheiden – daran will man nun anknüpfen.
Die zweite Mannschaft steht vor einer Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten und möchte mit einem Sieg wichtige Punkte einfahren.