Bitterer Nachmittag für den SV Wendelskirchen – 1:8 gegen Buch am Erlbach

Wendelskirchen (st) Ein verregneter Sonntagnachmittag endete für den SV Wendelskirchen mit einem sportlichen Tiefpunkt. Gegen den SC Buch am Erlbach setzte es eine herbe 1:8-Niederlage, die die Rot-Schwarzen tief ins Mark traf. 

Dabei nahm die Partie zunächst einen positiven Verlauf. Nach einer Anfangsphase, in der Buch das Geschehen klar bestimmte und der SVW kaum Zugriff fand, gelang den Rot-Schwarzen in der 21. Minute sogar der Führungstreffer: Nach einem Foul an Hitzenberger zirkelte Christoph Kammermeier einen traumhaften Freistoß aus rund 20 Metern präzise ins Eck.

Kurz darauf jedoch kippte die Partie. Zunächst glich Buch in der 28. Minute per Kopfball-Bogenlampe aus, ehe Torjäger Unholzer nach starker Vorarbeit über rechts in der 35. Minute zur 2:1-Führung traf. „Das Gegentor hat uns völlig aus dem Rhythmus gebracht. Ab da waren wir in allen Mannschaftsteilen einen Schritt zu spät“, bilanzierte Teammanager Mike Kößler.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich das Spiel zu einem Debakel. Zwei Eckbälle führten in kurzer Folge zu Treffern – zunächst in der 58., dann in der 64. Minute – jeweils nach eklatanten Zuordnungsfehlern in der Defensive. In der Folge verlor Wendelskirchen völlig die Ordnung und fing sich innerhalb von nur 20 Minuten sechs Gegentreffer. Ein zwischenzeitlich gehaltener Elfmeter von Torwart Wawra war der einzige Lichtblick eines rabenschwarzen Nachmittags.

„Uns haben einige Schlüsselspieler gefehlt, das darf man nicht verschweigen“, sagte Kößler. „Aber das darf keine Ausrede sein – so eine Leistung ist in keiner Konstellation zu entschuldigen. Wir müssen uns als Mannschaft hinterfragen.“

Mit dieser deutlichen Niederlage im Gepäck richtet der SVW den Blick nun nach vorne. Denn mit den kommenden Partien gegen Tiefenbach und Kronwinkl warten zwei richtungsweisende Spiele, in denen die Mannschaft eine klare Reaktion zeigen muss. „Da braucht es eine komplett andere Einstellung und Körpersprache – sonst wird es ganz schwer“, so Kößler mahnend.

Die zweite Mannschaft zeigte hingegen eine tolle Moral: Nach einer schwachen ersten Halbzeit und einem 0:3-Rückstand kämpfte sich das Team eindrucksvoll zurück und erkämpfte sich dank der Treffer von Samuele Fiori, Philip Rothlehner und Christian Bartlreier noch ein verdientes 3:3-Unentschieden.

Ein gebrauchter Sonntag für die Rot-Schwarzen – doch die Chance zur Wiedergutmachung folgt bereits in wenigen Tagen.

Kategorien: Senioren