SV Wendelskirchen verliert in Landshut-Berg – schwacher Auftritt kostet Punkte
Wendelskirchen (st) Ein bitterer Nachmittag für den SV Wendelskirchen: Beim Auswärtsspiel in Landshut-Berg kassierte die Mannschaft eine 2:4-Niederlage und verpasste es, den Schwung aus dem 3:0-Sieg gegen Neufraunhofen mitzunehmen. Besonders der schwache Start brachte den SVW früh auf die Verliererstraße.
Dabei begann die Partie zunächst vielversprechend. Bereits in der 3. Minute prüfte Ostermeier den Berg-Schlussmann per Kopf nach einem Freistoß von Wittmann, doch der Keeper fischte den Ball stark aus dem Eck. Nur zwei Minuten später dann der Schock: Nach einer eigenen Ecke wurde die Restverteidigung überrannt. Die Gastgeber schalteten blitzschnell um und nutzten ihre erste Chance zum 1:0.
Noch sichtlich geschockt, unterlief dem SVW im Spielaufbau ein folgenschwerer Fehlpass. Wieder konterte Berg mit Tempo – 2:0 nach nur zehn Minuten. „Zwei Fehler, zwei Gegentore. Berg war eiskalt und effektiv“, haderte Teammanager Mike Kößler. „Das hat uns komplett aus dem Konzept gebracht.“
In der Folge war der SVW völlig von der Rolle. Die junge, dynamische Berg-Elf erspielte sich weitere Möglichkeiten, doch Keeper Niklas Kammermeier hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel. Erst ab der 30. Minute kam Wendelskirchen besser in die Partie – und prompt fiel der Anschlusstreffer: Dominik Laubner zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern präzise ins rechte untere Eck – 2:1.
Nur drei Minuten später lag der Ausgleich in der Luft: Laubner setzte sich stark über links durch und legte flach auf Neumeier ab, der frei vor dem Torwart scheiterte. „Wenn der Ball reingeht, kann das Spiel kippen“, so Kößler. Kurz darauf zwang Laubner den Berg-Keeper erneut mit einem Freistoß zu einer Glanzparade.
Statt des erhofften Ausgleichs folgte die nächste kalte Dusche: Kurz vor der Pause verursachte der SVW einen Elfmeter. Kammermeier parierte sowohl den Strafstoß als auch den Nachschuss stark, doch der zweite Nachschuss landete im Netz – 3:1. „Das war sinnbildlich für unser Spiel“, ärgerte sich Kößler. „Wir verteidigen zu langsam und schauen zu, anstatt konsequent zu klären.“
Nach dem Seitenwechsel fehlte dem SVW die Energie. Berg hatte gleich zu Beginn zwei Großchancen und erhöhte später verdient auf 4:1. Erst in der Schlussminute sorgte David Ostermeier mit dem 4:2 für Ergebniskosmetik.
„Wir haben alles vermissen lassen, was uns gegen Neufraunhofen stark gemacht hat – Zweikampfhärte, Laufbereitschaft und Zielstrebigkeit“, bilanzierte Kößler enttäuscht. „So kannst du gegen eine junge, technisch starke Mannschaft wie Berg nicht bestehen.“
Damit verpasste der SVW die Chance, sich in der Tabelle nach vorne zu orientieren. Nun gilt es, die Fehler schnell aufzuarbeiten und im nächsten Spiel ein anderes Gesicht zu zeigen.