SV Wendelskirchen verliert in Gündlkofen – Aufbäumen kommt zu spät
Wendelskirchen (St) Der SV Wendelskirchen musste am Sonntag eine bittere Auswärtsniederlage hinnehmen. Beim SV Gündlkofen unterlag die Mannschaft des Trainerteam Kammerer/ Wittmann knapp mit 0:1. Dabei verschlief der SVW vor allem die erste Stunde der Partie und kam erst in der Schlussphase richtig in Fahrt – zu spät, um noch etwas Zählbares mitzunehmen.
Noch in der Anfangsphase hatte Wendelskirchen die erste große Möglichkeit: Nach einer Ecke von Lukas Wittmann kam Lukas Ostermeier aus fünf Metern frei zum Abschluss, doch der Gündlkofener Keeper reagierte glänzend und verhinderte die frühe Führung.
Im Gegenzug fiel der Treffer auf der anderen Seite: Nach einem Abpraller im Spielaufbau kam Gündlkofen zur Führung. Der Ball landete direkt vor den Füßen eines SVG-Angreifers, der eiskalt zum 1:0 einschob.
In den folgenden 20 Minuten entwickelte sich ein zähes, zerfahrenes Spiel. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld, Torchancen waren Mangelware. Erst in der 35. Minute sorgte der SVW für Gefahr: Über die linke Seite kombinierte sich Wendelskirchen sehenswert durch, Dominik Laubner und Lukas Wittmann kamen gleich doppelt zum Abschluss, scheiterten aber am stark reagierenden Torhüter. Kurz darauf hatte Wittmann Pech, als sein Kopfball nach einem Freistoß von Christoph Kammermeier die Querlatte nur leicht touchierte (40.).
Die erste Halbzeit endete torlos, mit leichtem Übergewicht für die Gäste in den letzten zehn Minuten. Doch an der fehlenden Durchschlagskraft sollte sich zunächst auch nach der Pause wenig ändern.
Gündlkofen setzte in der 56. Minute einen Konter an, dessen Abschluss aus zehn Metern die Latte streifte. Ansonsten spielte sich das Geschehen überwiegend zwischen den Strafräumen ab, ohne zwingende Aktionen.
Erst mit einem Doppelwechsel in der 70. Minute kam frischer Schwung ins Spiel des SVW. Mit Christian Gartner und David Hitzenberger erhöhte Wendelskirchen das Tempo und setzte den Gegner nun zunehmend unter Druck. Nur zwei Minuten später zog David Ostermeier aus 18 Metern ab, der Ball strich haarscharf über das Kreuzeck.
In der Schlussphase schnürte Wendelskirchen den Gastgeber regelrecht in der eigenen Hälfte ein. In der 75. Minute hatten die Gäste den Ausgleich auf dem Fuß: Ein perfekt getretener Freistoß von Bernhard Samberger klatschte an den Pfosten, der Abpraller sprang Hitzenberger unglücklich ans Schienbein und trudelte ins Aus. Wenig später bot sich Dominik Laubner aus zehn Metern eine weitere Großchance, doch er traf mit seinem schwächeren Fuß nicht platziert genug – der Torwart hielt stark (79.).
Wendelskirchen warf nun alles nach vorne, fand jedoch keine Lücke mehr in der dicht gestaffelten Abwehr des SVG. Am Ende blieb es beim knappen 0:1.
Während die Erste also enttäuschte, sorgte die zweite Mannschaft für einen Lichtblick. Dank eines starken Beginns mit Toren von Lorenz Rothlehner und Simon Kumpfmüller führte der SVW II früh mit 2:0. Danach ließ die Leistung jedoch nach, und Gündlkofen kam besser ins Spiel. In einer hektischen Schlussphase rettete Torhüter Gerald Stadler mit mehreren Paraden den knappen 2:1-Erfolg über die Zeit.