SV Wendelskirchen muss sich gegen Weihmichl mit 2:2 begnügen – Reserve siegt souverän

Wendelskirchen (St) Der SV Wendelskirchen kam im Heimspiel gegen die SG Weihmichl/Neuhausen trotz einer ansprechenden Leistung nicht über ein 2:2 hinaus. Angesichts zahlreicher Chancen fühlte sich das Remis für die Gastgeber wie ein kleiner Rückschlag an. „Wir hatten das Spiel über weite Strecken im Griff und genügend Möglichkeiten, um den Sack zuzumachen. Am Ende sind wir aber für unsere Nachlässigkeiten bestraft worden“, resümierte Teammanager Mike Kößler.

Schon in den ersten 15 Minuten entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Weihmichl zeigte sich ballsicher, während der SVW mit mehr Zug zum Tor agierte. Über die linke Seite setzte Dominik Laubner mehrfach Akzente und kam zu drei Halbchancen. In der 18. Minute folgte der erste Höhepunkt: Bernhard Samberger dribbelte entschlossen in den Strafraum und wurde klar gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Laubner trocken flach ins Eck zur 1:0-Führung.

Bis zur halben Stunde spielte sich das Geschehen vor allem im Mittelfeld ab. In der 40. Minute setzte Fabian Mayer mit einem strammen Schuss aus 18 Metern ein Ausrufezeichen, fand jedoch im Keeper der Gäste seinen Meister. Kurz darauf die kalte Dusche: Weihmichl nutzte einen ihrer wenigen Vorstöße und glich in der 42. Minute zum 1:1 aus. „Das Gegentor war bitter, weil wir eigentlich mehr investiert hatten. So gehst du unglücklich mit einem Remis in die Kabine“, meinte Kößler zur Halbzeit.

Nach der Pause kam der SVW besser zurück ins Spiel. Lukas Wittmann verzog in der 48. Minute nur knapp, ehe eine sehenswerte Kombination über Wittmann und Laubner in der 65. Minute beinahe zur erneuten Führung führte. Doch der Gästetorwart reagierte glänzend.

In der 75. Minute war es dann soweit: Ein präziser Flugball von Christoph Kammermeier fand den durchstartenden David Ostermeier, der sich nicht zweimal bitten ließ und eiskalt zum 2:1 einschob. In dieser Phase wurde die Partie fahriger, beide Defensivreihen ließen mehr zu. Wendelskirchen hätte jedoch den Deckel draufmachen können: In der 80. Minute vergaben Mayer und David Hitzenberger gleich doppelt die große Chance auf das 3:1, als der Gästekeeper zweimal stark parierte.

Fast im Gegenzug folgte die Strafe. Ein Abstimmungsfehler in der SVW-Abwehr eröffnete Weihmichl die Gelegenheit, die per Kopfball zum 2:2-Endstand genutzt wurde.

Besser machte es die zweite Mannschaft, die mit einem souveränen 2:0-Erfolg über Weihmichl ein klares Zeichen setzte. Mit ballsicherem Kombinationsspiel und guter Struktur bestimmte die Reserve die Partie und ließ nichts anbrennen. Lorenz Rothlehner und Robert Wawra sorgten mit ihren Treffern für einen ungefährdeten Sieg.

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