Der SV Wendelskirchen in Zeiten von Corona

Wendelskirchen (st) Auch beim SV Wendelskirchen hat man sich entschieden wieder das Fußballspielen aufzunehmen. Vor drei Wochen baten die beiden Trainer Christoph Kammermeier und Markus Steinmeier zu einem freiwilligen Aufgalopp. Die Resonanz war überraschend hoch. „Beim ersten Mal galt noch die Beschränkung von 20 Leuten. Wir mussten daher gleich sechs Spielern absagen. Dementsprechend froh waren wir als die Hürde fallen gelassen wurde, denn auch zu den nächsten Trainings haben sich über 25 Akteure angemeldet“, berichtet Sportchef Daniel Kadur. 

Den sportlichen Wert will er dabei nicht zu viel Bedeutung einräumen: „Uns war es wichtig zu starten, damit die Leute wieder zusammen kommen. Darüber hinaus wollen wir keinen Spieler durch die lange Pause verlieren. Einige haben mit Sicherheit andere Aktivitäten wie Wandern oder Radfahren für sich entdeckt. Daher wollen wir die Leidenschaft für den Fußball wieder entfachen“, erklärt Kadur. 

Vor dem Re-Start auf dem Fußballplatz hatten sich die beiden jungen Trainer einiges einfallen lassen und die Spieler mit kleinen Wettbewerben über den Lock-Down bei der Stange gehalten. Am 29. Juli startet man offiziell in die Vorbereitung auf die Restrunde. 

Hier gilt es die letzten Punkte einzufahren um den Klassenerhalt zu sichern. Ein Unterfangen, dass man eigentlich im Frühjahr in Angriff nehmen wollte. „Die Vorbereitung lief bei uns richtig gut ehe sie ein abruptes Ende durch den Corona-Virus fand. Die Testspiele machten bereits richtig Freude. Hinzu kam ein hervorragendes Trainingslager in Tschechien. Ich bin mir sicher, dass wir gut gestartet wären“, ärgert sich Kadur. 

Generell zeigt man sich im Wendelskirchner Lager wenig begeistert mit der Entscheidung über die Fortführung der Saison. „Bei uns im Verein herrscht die einhellige Meinung, dass ein Abbruch und ein klarer Schlussstrich die bessere Variante gewesen wären. Der gesamte Prozess ist meines Erachtens schon etwas fragwürdig abgelaufen. Den Vereinen wurde eine halbfertige Lösung zur Abstimmung präsentiert. Anschließend standen wir über Wochen ohne weitere Infos im Dunkeln“, meint der SVW-Funktionär. 

Nichts desto trotz gilt es nun einen neuen Anlauf zum Klassenerhalt zu starten. Um so erfreulicher ist, dass mit Dominik Laubner ein Leistungsträger nach Kreuzbandriss auf den Platz zurück gekehrt ist. Mit Gabriel Striegl und David Hitzenberger sind obendrein zwei Jungspunde aus dem eigenen Nachwuchs zu den Herren aufgerückt. Ansonsten gibt es keine personellen Änderungen zu vermelden. Damit setzen die Rot-Schwarzen ihren Weg fort bedingungslos auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Die Kontinuität der sportlichen Ausrichtung hat die junge SVW-Truppe zum Kreisklassen-Dino reifen lassen. Kein Verein im Landkreis blieb annähernd lange in der Spielklasse. Diesen Titel gilt es nach dem Wiederbeginn zu verteidigen. Bis dahin will man im Training die Grundlagen legen.

Endlich wieder den Ball vor Augen – heißt es beim SV Wendelskirchen um Spielertrainer Markus Steinmeier.
Kategorien: Senioren

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